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soul contracts
With half-cut tongues we struggle endlessly for naught.
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#1
soul contracts
Manche Verträge beginnen nicht mit Blitz und Donner, sondern mit einem Kaffee, der kalt wird, während jemand am Küchentisch unterschreibt. Die meisten Dämonen, die sich auf der Erde eingerichtet haben, wollten nie ein Königreich. Sie wollten eine Unterschrift, eine Träne zur richtigen Zeit, eine Verzweiflung, die gerade tief genug war, um vernünftig zu klingen. Im Tausch gab es, was gerade fehlte. Erfolg. Schönheit. Einen letzten Schuss, der diesmal nicht umbringt. Ein Kind, das doch noch kommt, nach Jahren des Wartens. Solche Abmachungen liegen über die ganze Welt verstreut, in Küchen und Bars und Krankenhausfluren, geschlossen in Momenten, in denen sich niemand die Zeit genommen hat, das Kleingedruckte zu lesen.

Man erkennt die Betroffenen nicht auf den ersten Blick. Die Frau, die im Waschsalon in Queens ihre Wäsche faltet und für zwanzig Minuten nicht mehr ganz hinter ihren eigenen Augen sitzt. Der Mann, der beim Grillabend im Garten seines Nachbarn kurz innehält, den Kopf schräg legt wie ein Vogel, der etwas Ungewohntes gehört hat, und dann weitergrillt, als sei nichts gewesen. Man wacht auf mit Erde unter den Fingernägeln, obwohl man nicht im Garten war. Man findet SMS im eigenen Postausgang, an Nummern, die man nicht kennt. Man nennt es, wenn überhaupt, eine schlechte Nacht, und schiebt es beiseite, so wie man alles beiseite schiebt, wofür man keine Erklärung finden will.

Man erkennt die andere Seite noch weniger. Den Anwalt in Midtown, der seit hundert Jahren dieselbe Kanzlei führt. Die Hebamme, die halb Queens auf die Welt geholt hat. Den Türsteher, der niemanden je grob angefasst hat und trotzdem gefürchtet wird. Sie leben unter den Menschen, seit Generationen manchmal, mit eigenen Wohnungen, eigenen Geschäften, eigenen Stammtischen – und mit Verträgen in der Schublade, die sie irgendwann einmal geschlossen haben, aus Gewohnheit, aus Kalkül, aus derselben Art von Hunger, die auch ihre Herren umtreibt.

Die Geschehnisse haben an den Verträgen selbst nichts geändert – sie laufen weiter, wie sie immer gelaufen sind. Was sich geändert hat, ist die Aufmerksamkeit. Jeder Hof zieht gerade ein, was ihm zusteht, auch das, was längst wie ein Nachbar aussieht. Niemand hat gefragt, ob sie kämpfen wollen, weder die Menschen noch die Dämonen, die sie gebunden haben. Das haben die Verträge längst geregelt, in Zeilen, die kaum jemand gelesen hat, bevor er unterschrieben hat.

In diesem Gesuch suchen wir dämonisches Fußvolk in beide Richtungen: Menschen, die besessen sind und bei denen trotzdem geklopft wird, genauso wie die Dämonen, die selbst an der Strippe ziehen und jetzt ihrerseits vorgeladen werden.
nobody reads a contract while they're drowning.
Inbar Lavi?Belials HofFrei
the medium
[ M A R I S O L ]
"she never had the gift. she just finally answered when something called back."
Marisol hat mit zweiundzwanzig angefangen, Séancen für zahlende Gäste zu veranstalten, in einer kleinen Wohnung mit zu vielen Kerzen und noch mehr Instagram-Followern, die alle glauben wollten, dass sie mit ihren toten Großmüttern sprechen. Es war Show. Kaltlesen, ein bisschen Recherche vorab, ein gutes Gespür dafür, was Leute hören wollen. Bis zu dem Abend, an dem etwas geantwortet hat, das kein Skript hatte, und Marisol vor Schreck genau das Angebot angenommen hat, das ihr gemacht wurde, weil die Alternative in diesem Moment schlimmer aussah.

Seitdem ist die Gabe echt. Nur gehört sie ihr nicht ganz allein. Der Dämon, der sich damals gemeldet hat, nutzt sie seitdem gelegentlich als Tür – für Nachrichten, die er selbst nicht überbringen will, für kurze Besuche in fremden Köpfen, die Marisol hinterher nur als Filmriss erlebt. Ihre Kundschaft glaubt, sie sei besser geworden. Sie weiß, dass sie nur durchlässiger geworden ist.

Jetzt, wo der Ruf nach Fußvolk laut wird, meldet sich der Dämon öfter. Marisol hat aufgehört, die Kerzen anzuzünden. Es hilft nichts mehr.
Paul Bettany?Belials HofFrei
the closer
[ V U L T H E K ]
"he never promises salvation. only better math."
Vulthek führt seit siebenundneunzig Jahren dieselbe kleine Kanzlei in Midtown, spezialisiert auf Nachlässe und Testamente – ein Beruf, der ihm freien Zugang zu genau dem Moment verschafft, in dem Menschen am ehesten bereit sind, herzugeben, was sie noch nicht ganz verstehen. Trauer macht großzügig. Das hat er gelernt, in einer Zeit, in der man noch mit Pergament gearbeitet hat, und die Methode hat sich seitdem nicht verändert, nur das Papier.

Er gehört zu Belials Hof, seit der ihn vor drei Jahrhunderten aus einer niedrigeren Legion herausgezogen und ihm beigebracht hat, wie viel effizienter Worte sind als Zwang. Vulthek verhandelt nicht mit Feuer. Er verhandelt mit Ratenzahlung, mit Klauseln, die sich freundlich lesen und sich erst später als Fesseln entpuppen, mit einem Lächeln, das so entspannt wirkt, dass man vergisst, worauf man gerade seine Unterschrift gesetzt hat.

Jetzt, da jede Unterschrift zu einer Ressource für den Krieg wird, hat Belial ihn gebeten, seine Kundenkartei zu öffnen. Vulthek zögert. Nicht aus Mitleid mit denen, deren Seelen er in der Schublade liegen hat, sondern weil eine gute Kanzlei von Diskretion lebt, und ein Krieg ist alles andere als diskret.
Neil Newbon?Rahabs CourtFrei
the regular
[ B E N N O ]
"he asked for one more hit that wouldn't kill him. no one mentioned what else it would cost."
Benno war einunddreißig und, wörtlich genommen, am Ende, als ihm in einer Bar jemand ein Angebot gemacht hat, das sich anhörte wie ein schlechter Scherz: ein letzter Rausch, der ihn diesmal nicht umbringt, im Tausch gegen etwas, dem er in diesem Moment gar nicht richtig zugehört hat. Er hat unterschrieben, weil Sterben sich in dieser Nacht schlimmer angefühlt hat als jede Bedingung, die noch kommen könnte.

Bezahlt hat er seitdem in Raten, ohne dass ihm das je jemand so genannt hätte. Alle paar Wochen verliert Benno ein paar Stunden, manchmal einen ganzen Tag, und wacht an Orten auf, an denen er nicht war, mit Bekanntschaften, an die er sich nicht erinnert. Er hat aufgehört zu fragen, was in dieser Zeit passiert. Die Antworten, die er einmal gesucht hat, waren schlimmer als die Lücke selbst. Der Name, den er nie ausspricht, gehört zu Rahabs Rängen – eine Instanz, die für ihn nie mehr war als eine Stimme am Telefon und eine Handschrift auf Papier.

Jetzt wird auch aus ihm mehr gemacht als ein gelegentlicher Untermieter im eigenen Körper. Benno merkt es daran, dass die Lücken länger werden.
Charles M. Davis?Baals CourtFrei
the recruiter
[ G O R A T H ]
"he isn't collecting souls anymore. he's collecting soldiers."
Gorath hat den größten Teil des letzten Jahrhunderts als Türsteher gearbeitet, in Clubs, an Grenzen, vor Türen, hinter denen Menschen etwas wollten, das sie sich nicht leisten konnten. Eine bequeme Rolle für einen Dämon seiner Statur: groß genug, um Respekt zu erzwingen, geduldig genug, um zu warten, bis jemand von selbst fragt.

Seine eigenen Verträge waren nie kompliziert. Schutz gegen Loyalität, meistens, mit kleinen Nachträgen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Er gehört zu Baals Hof, direkt unter dessen Kommando, und hat lange nichts weiter getan, als seine Schuldner in Ruhe zu lassen, solange sie zahlten.

Jetzt zieht er von Tür zu Tür und sammelt ein, was ihm zusteht – nicht in Raten, sondern auf einmal. Wer unterschrieben hat, kämpft. Gorath erklärt das niemandem zweimal, und er hat noch nicht entschieden, ob es ihn interessiert, wie viele von ihnen den Krieg überleben.
Elizabeth Gillies?Baals CourtFrei
the socialite
[ C O L E T T E ]
"forty was the one number she refused to become. so she simply stopped counting."
Colette ist seit über sechzig Jahren neununddreißig, und lange hat sie geglaubt, dass gute Cremes und noch bessere Ärzte dafür verantwortlich sind. Tatsächlich war es ein Deal aus den Siebzigern, geschlossen in einem Moment blanker Panik vor dem eigenen Spiegel, mit einem Wesen, das sich auf Eitelkeit spezialisiert hat und für gute Konditionen bekannt ist – solange man ihm gelegentlich einen Gefallen tut.

Die Gefallen waren über die Jahrzehnte klein genug, dass Colette sie sich schönreden konnte. Ein Wort hier, ein Kontakt dort, eine Einladung an die richtige Person zur falschen Zeit. Wohin diese Fäden am Ende liefen, hat sie sich nie genau angesehen. Schönheit war ihr wichtiger als Konsequenzen, und mit den Jahren ist ihr das Wegsehen so leicht gefallen wie alles andere auch.

Jetzt verlangt ihr Vertragspartner zum ersten Mal etwas Konkretes zurück, und Colette merkt, dass sechzig Jahre Jugend ihr keine Übung darin gegeben haben, Nein zu sagen.
Ritu Arya?Liliths CourtFrei
the midwife
[ N E H U S H T A ]
"every birth she has ever attended owes her something. most don't know it yet."
Nehushta arbeitet seit fünfzehn Jahren als Hebamme in einem kleinen Krankenhaus in Queens, mit warmen Händen und einer Geduld, die jüngere Kolleginnen an ihr bewundern. Sie kennt jede Familie, die durch ihre Tür gekommen ist, jeden Namen, jede Angst, jeden Moment, in dem eine Mutter bereit war, alles zu versprechen, wenn nur das Kind atmet.

Was sie im Austausch nimmt, ist selten das, was man erwarten würde. Kein Kind, kein Leben – nur ein Jahr, hier und da, von der Lebensspanne der Eltern, unbemerkt abgezweigt wie eine Steuer, die niemand liest, bevor sie unterschreibt. Sie gehört zu Liliths Hof, gebunden durch einen alten Eid, der ihr erlaubt, in den Schwellenmomenten zu arbeiten, in denen Leben und Tod sich noch nicht entschieden haben.

Der Krieg verlangt jetzt auch von ihr etwas zurück – nicht Seelen, sondern die Zeit, die sie über die Jahrzehnte gesammelt hat. Lilith hat um eine Aufstellung gebeten. Nehushta hat noch nicht geantwortet. Es fällt ihr schwerer als erwartet, herzugeben, was sie so lange bewahrt hat.
Louis Hofmann?Azazels CourtFrei
the middleman
[ F I N N ]
"he never made a deal himself. he just kept introducing people who did."
Finn hat nie selbst unterschrieben. Damit beruhigt er sich seit Jahren: Er hat nur vermittelt. Ein Kontakt hier, eine Telefonnummer da, eine leise Bemerkung in der richtigen Bar zur richtigen Person mit der richtigen Verzweiflung im Gesicht. Dafür gab es immer eine kleine Provision, nichts Dramatisches, gerade genug, um die Miete zu zahlen und sich einzureden, dass er bloß Türsteher ist, kein Teilnehmer.

Was er lange nicht wahrhaben wollte: Jede seiner Vermittlungen lief am Ende über dieselbe Adresse, dieselbe unauffällige Stimme, die ihm vor Jahren erlaubt hat, in diesem Geschäft zu bleiben, solange er zuverlässig liefert. Azazel hat ihn nie gebraucht wie einen Diener. Nur wie ein Werkzeug, das man an der richtigen Stelle liegen lässt, bis es nützlich wird.

Als der Ruf zum Krieg durch die Reihen ging, hat man Finn als Ersten einkassiert – nicht, weil er selbst etwas Großes verkauft hätte, sondern weil er so vielen anderen beim Verkaufen geholfen hat. Er versucht immer noch, sich das als ungerecht zu erklären. Es interessiert niemanden.
Daniel Brühl?Abbadons CourtFrei
the undertaker
[ S A B R A E L ]
"his contracts don't fall due when you sign them. they fall due when you die."
Sabrael führt in Chelsea ein kleines Antiquitätengeschäft, das nach Bienenwachs und altem Papier riecht, mit Uhren im Schaufenster, die seit Jahrzehnten dieselbe Zeit zeigen. Wer bei ihm kauft, kauft selten nur ein Objekt. Manche der Stücke tragen einen Preis, der erst fällig wird, wenn der Käufer stirbt – nicht früher, nicht später, sondern genau in dem Moment, in dem die Schwelle sich öffnet.

Diese Art von Vertrag gehört niemandem außer Abaddon. Sabrael arbeitet in seinem Auftrag, seit er selbst einmal an derselben Schwelle stand und dort geblieben ist, statt hindurchzugehen. Was er sammelt, sind keine Seelen im üblichen Sinn, sondern Ansprüche, die erst im Sterben eingelöst werden – Verträge, die so lange ruhig in einer Schublade liegen, dass die Käufer vergessen, dass sie überhaupt existieren.

Jetzt, da der Krieg jeden offenen Posten will, hat Abaddon nach seinen Büchern gefragt. Sabrael zögert nicht aus Mitleid. Er zögert, weil manche dieser Verträge noch Jahrzehnte brauchen würden, um von selbst fällig zu werden, und ein Krieg keine Geduld für Jahrzehnte hat.
002.
003.
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Voller Name:
Moonly (poetic) · ☾ or ☽.
Spitznamen:
Illu
Geschlecht:
non-binär
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Unzählige Jahre
Geboren:
01. Januar
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5
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blau
Reputation:
Gut
Spielerinformationen
Sprache/n:
Englisch
Frequenz:
Nach Muse
Mature Scenes:
Ja, mit Absprache
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