He prays like he means it and swears like he means it. I trust both equally.
Du bist katholischer Priester.
Ich nenne dich Padre.
Du lebst in New Orleans.
Du trinkst gern mal ein Gläschen.
Du bist mein bester Freund.
Einleitung
Was suche ich?
Die Person, die ich suche, ist kein einfacher Mann - aber sie muss auch keinen einfachen Mann aushalten. Sie muss mich aushalten. Das ist, nach allem, manchmal schon eine große Anforderung.Ich bin vor wenigen Tagen in New Orleans angekommen, nach Jahrzehnten in der Einsamkeit der mexikanischen Wildnis. Ich bin halb Mensch, halb etwas anderes. Gestaltwandler. Ich bete zu zwei Göttern, von denen einer von vielen als falsch angesehen wird. Ich habe eine Schildkröte namens Barrilito. Ich spreche wenig und meine es ernst, wenn ich es tue. Wer ein Problem damit hat, der möge gehen.
Wer keines hat – lese weiter.
Ich suche einen Priester der katholischen Kirche. Einen echten, der seinen Glauben lebt und trotzdem verstanden hat, dass die Welt größer ist als das, was zwischen zwei Buchdeckeln steht. Einen, der mich nicht bekehren will, sondern der einfach – da ist. Der weiß, dass Gott in einer Wüste genauso laut schweigen kann wie in einer Kathedrale, und der das nicht als Problem betrachtet, sondern als Tatsache.
Wir haben uns vor Jahren in Santa Fe kennengelernt. Er war in der Gegend, irgendwo zwischen Grenze und Gewissen, und wir haben geredet – oder geschwiegen, je nach dem, was der Moment verlangte. Wir haben uns seitdem immer wieder getroffen, wenn die Wege sich kreuzten. Jetzt lebe ich in New Orleans. Er auch.
Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns zufällig zu treffen.
Variante 1
Padre Seamus
Irischer Abstammung. Groß, breit, mit einem Gesicht, das aussieht, als hätte das Leben öfter dagegen geschlagen als einmal. Er glaubt – tief, unnachgiebig, auf eine Art, die keine Dekoration braucht. Er hat wenig Geduld für Dummheit, etwas mehr für Sünde und sehr viel für Stille. Er trinkt Whiskey, nicht um zu vergessen, sondern weil er sich erinnert – und das aushält. Er sagt, was er denkt. Manchmal zu spät. Meistens zur rechten Zeit. Dargestellt von Brendan Gleeson.In seiner Nähe fühlt sich Ehrlichkeit weniger wie eine Tugend an und mehr wie eine Überlebensstrategie. Das versteht César.
Variante 2
Padre Enzo
Italienischer Abstammung. Kleiner als man erwarten würde, lauter als man für möglich hält, mit Händen, die beim Reden so viel sagen wie der Mund. Er lacht, bevor der Witz fertig ist, und meint es trotzdem ehrlich. Er kocht besser als er predigt – und er predigt gut. Er hat eine Schwäche für schlechten Wein, gute Gesellschaft und Geschichten, die nirgendwo hinführen, außer zum nächsten Glas. Die Welt ist für ihn ein Fest, zu dem Gott alle eingeladen hat, auch die, die die Einladung verloren haben. Dargestellt von Tony Shalhoub oder Danny DeVito.In seiner Nähe ist es schwerer, ernst zu bleiben, als man denkt. Das ist, je nach Tag, entweder sein größter Fehler oder sein größtes Geschenk.
Einer von ihnen trinkt Wein. Der andere Whiskey. Ich trinke Kaffee, schwarz, ohne Entschuldigung.
Wir werden uns verstehen.
– César Vargas, New Orleans, irgendwo im French Quarter
Wir werden uns verstehen.
– César Vargas, New Orleans, irgendwo im French Quarter
Zu meiner Person
grumpy, 36 years
Ich spiele seit zwanzig Jahren Forenrollenspiel und habe in diesen zwei Jahrzehnten gelernt, was ich will – und was nicht. Ich erwähne das nicht, um einzuschüchtern, sondern weil ich glaube, dass ehrliche Erwartungen besser sind als höfliche Enttäuschungen.César ist schnell ein Herzenscharakter für mich geworden. Er ist kompliziert, still und trägt mehr mit sich herum als er zeigt – und genau deshalb braucht er jemanden, der nicht bloß Kulisse ist, sondern Gegengewicht. Jemanden, der ihn herausfordert. Der widerspricht. Der eine eigene Meinung hat und sie nicht schluckt, nur weil César schweigt und dabei so aussieht, als hätte er immer recht.
Der Padre soll kein Begleiter sein, der in Césars Schatten mitläuft. Er soll seinen eigenen Platz in der Geschichte haben, seine eigenen Wunden, seinen eigenen Glauben – und die Bereitschaft, das alles auch zu zeigen. Ich möchte Szenen schreiben, nach denen beide Charaktere ein kleines bisschen anders sind als vorher. Tiefgreifende Gespräche, unbequeme Ehrlichkeit, Momente, die man nicht plant, sondern die einfach entstehen, wenn zwei Menschen mit zu viel Geschichte im Gepäck am selben Tisch sitzen.
Was das Schreiben angeht: Ich bewege mich gerne zwischen 2000 und 3000 Zeichen, manchmal mehr, selten weniger. Ich kann sowohl mit englischen als auch mit deutschen Posts dienen. Ich versuche, regelmäßig zu posten – aber ich bin auch ehrlich genug zuzugeben, dass das Leben manchmal dazwischenkommt. Eine fehlende Muse ist keine Absage, und ich erwarte dasselbe Verständnis, das ich selbst mitbringe. Was ich nicht kann, ist auf Dauer in ein Vakuum zu schreiben. Ein kurzes Lebenszeichen, wenn es hakt, ist alles, was ich brauche.
Avatare, Namen und im Prinzip alle Angaben sind in erster Linie zur Orientierung gedacht. Änderungen sind absolut möglich - nach Absprache, wenn es denn geht.
Wenn du Lust hast, diesem grummeligen Koyoten einen Priester zur Seite zu stellen, der ihm gelegentlich die Wahrheit ins Gesicht sagt – ich freue mich auf dich.
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