
Kann Liebe tatsächlich den Tod überwinden? Im Angesicht der Unsterblichkeit ist ein Menschenleben kaum mehr als ein Wimpernschlag, doch ihr Leben ist von Anfang an mehr gewesen als das. Es ist Jahrhunderte her, seit Ava ihren letzten Atemzug getan hat - freiwillig und völlig bewusst sterbend, ohne sich auf Ens Flehen einzulassen, ihr mit Magie die Unsterblichkeit zu schenken -, doch vergessen wurde sie nie, nicht von En und inzwischen scheint sie fast mehr Fluch als Segen, weil ihre Erinnerung kaum mehr Erlösung ist, sondern Heimsuchung.
Der Gesuchte
An dir haftet Vergangenheit, eine Geschichte, die weit über dich hinausgeht. An dir haftet eine Seele, die sich über dich gestülpt hat, ohne dass du ihren Ursprung kennst, etwas, für das du keine Definition hast. Etwas, das du weder in Worte, noch in Gedanken fassen kannst. Du bist so unerklärlich für dich selbst und diese Unerklärlichkeit hat sich bereits durch dein gesamtes bisheriges Leben gezogen. Du spürst, dass du mehr bist, als du zu sein scheinst, du weißt nur nicht was. Seit deiner Geburt hast du dich nach etwas gesehnt, für das du keinen Namen finden konntest. Du hast gehofft, hast deine Arme ausgestreckt und es doch nie zu fassen bekommen, weil da nie jemand war, der dich aufgefangen hat. Seit du denken kannst, warst du allein, von allen guten Geistern verlassen, wie man so schön sagt. Du hast dich stets allein durchschlagen müssen, doch deine Haut ist dadurch nie dicker geworden.
Du bist ein schlagendes Herz auf der Brust, ein offengelegter Nerv, du bist sensibel in einer Welt, die dir nie die Freiheit geschenkt hat, sensibel sein zu dürfen. Eine Welt, die dir gezeigt hat, was Verlust bedeutet, noch bevor du überhaupt wusstest, wie man das Wort schreibt. Eine Welt, die dich lehrte, dass du nur auf dich selbst zählen kannst. Eine Welt, die Sehnsucht in dir weckte. Sehnsucht, nur weißt du nicht wonach. Du warst stets auf der Suche, nie hast du gefunden. Dein Leben ist eine Reise voller Ziellosigkeit und du fühlst dich, als hättest du keinen Platz darin, weil du nie ganz das Gefühl hattest, du selbst zu sein. Du weißt nicht, wer du bist oder wo du hingehörst und niemand hat je die Gnade gehabt, es dir zu zeigen. Bis jetzt…

Der Suchende
Du versuchst dich dagegen zu wehren und kommst dir töricht vor, weil es Jahrhunderte her ist und du noch immer so verzweifelt nach ihr suchst, als könnte allein deine Hoffnung ihren Tod wieder rückgängig machen. Es ist so banal, sie war ein Mensch und das Ende, was alle Menschen irgendwann ereilt, hat auch sie mit sich genommen. Es war ihre Entscheidung gewesen, also hast du sie ziehen lassen, doch akzeptiert hast du es nie und die Sehnsucht nach ihr hast du nie stillen können. Die Trauer hat dich wahnsinnig werden lassen und danach war nicht mehr viel von dir übrig, was du als Ich hättest bezeichnen können. Jetzt wanderst du nurmehr, von Ort zu Ort, ziellose Schritte, die dich überall und nirgendwohin führen.
Du teilst dein Leben in ein Davor und ein Danach, aber dazwischen, da ist sie. Sie hat alles besser gemacht, Wunden, die seit Ewigkeiten geeitert hatten, geheilt, deinen Launen Einhalt geboten, wenn du dich selbst zu verlieren drohtest und deinem Temperament stattgegeben, wenn es nötig war. Sie hat das Beste aus dir herausgeholt und seit sie fort ist, bist du verloren. Also warum nicht? Warum solltest du nicht nach ihr suchen, wenn das deinem Leben einen Sinn gibt, so sinnlos er auch sein mag?
Grundidee dieses Gesuchs ist eine Art Wiedergeburt von der Geliebten, die En verloren hat. Das ganze Drumherum würde ich gern mit dir gemeinsam austüfteln. Fakt ist, dass die beiden eine Geschichte verbindet. Während Ava glaubt, ein einfacher Mensch zu sein (aber eben eigentlich doch mehr ist, ohne es zu wissen), hat En nie ganz die Hoffnung aufgegeben, dass deren Liebe zu them zurückfinden würde, so hoffnungslos es auch erschien. Und all das wird ins Rollen gebracht, als die Beiden sich (wieder)treffen. Ist es Ens Sehnsucht, welche die Liebe wieder ins Leben gerufen hat? Oder ist es einfach nur Wunschdenken?
Der Name 'Ava' ist natürlich ein reiner Platzhalter, da will ich dir jegliche Freiheiten lassen. Beim Faceclaim würde ich mich über Olivia Cooke sehr freuen, bin aber auch offen für anderweitige Vorschläge.
Noch ein paar kurze Worte zu mir: Ich bin eine sehr gemütliche Schreiberin, hab manchmal Phasen, in denen ich recht viel schreibe, dann aber auch wieder "Durstphasen", in denen die Muse leider etwas in der Versenkung verschwindet. Grundsätzlich wirst du von mir niemals niemals nie Druck wegen des Postens bekommen, das Verständnis erhoffe ich mir natürlich ebenso. Ich bin ein großer Plotting-Enthusiast, Pinterest-Boards austauschen, Spotify-Playlists erstellen, Discord-Austäusche, alles was dazu gehört. Dazu auch hier noch eine kleine Inspo. Und an dieser Stelle bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich schon sehr auf dich freue!


