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Πλανώμενος
But hold me fast, hold me fast
'Cause I'm a hopeless wanderer age
ca. 3200 jahre species
spirit group
cursed immortal origin
ithaka, greece - mycenaean period My fame has reached the skies. Sunny Ithaca is my home. Atop her stands our seamark, Mount Neriton’s leafy ridges shimmering in the wind. Wer Kai Itháki zum ersten Mal sieht, denkt an jemanden der zu viel gesehen und zu wenig vergessen hat. Anfang vierzig, dunkle Augen, deren Blick ihren Gegenüber einen Moment zu lang halten, ein Gesicht das Wärme kennt aber nicht verschwendet. Er trägt keine Uniform, kein Abzeichen, nichts das ihn als irgendetwas ausweist. Meistens dunkle Jeans, ein offenes Hemd, Stiefel die schon bessere Zeiten gesehen haben und sich nicht dafür entschuldigen, manchmal auch einen teuer aussehenden Anzug - je nach Umgebung. Er fällt nicht auf. Das ist Absicht. Und trotzdem: Wenn er einen Raum betritt, wissen die meisten irgendwie dass er da ist. Nicht durch Lautstärke. Nicht durch Gesten. Durch diese bestimmte Art von Stille die manche Menschen um sich tragen. Die Art die sagt, ich habe Zeit, und ich warte darauf dass du ehrlich bist. ~~~ Der puderblaue 1963er Lincoln Continental Convertible parkt immer etwas abseits. Nicht versteckt – nur so, dass man Kai zuerst sieht. Das offene Verdeck, das geschwungene Heck, die langen Linien einer Ära,in der Autos noch wie Versprechen aussahen. Er fährt ihn seit den Sechzigern. Wer fragt wie ein Auto aus dem Baujahr 1963 noch so aussieht als wäre es gerade vom Hof gerollt, bekommt keine Antwort. Nur einen kurzen Blick der ungefähr so viel bedeutet wie: Falsche Frage. Das Innere riecht nach altem Leder und irgendetwas, das man nicht benennen kann. Auf dem Beifahrersitz liegt meistens irgendetwas – eine Karte, ein Buch, ein Gegenstand dessen Geschichte niemand kennt außer ihm. Der Kofferraum fasst mehr als er sollte. Er hält an bei Menschen die nirgendwo hingehören. Nicht aus Mitleid. Aus Gewohnheit, die irgendwann zur Berufung wurde. Die Frage ist immer dieselbe: Wohin? Wenn die Antwort ausbleibt – wenn da dieses kurze Schweigen kommt, das mehr sagt als jedes Wort – öffnet er die Beifahrertür. ~~~ Die Zeltstadt die er sein Zuhause nennt hat keinen offiziellen Namen. Intern hat sich Kein Ort etabliert – halb Beschreibung, halb altgriechischer Witz, halb bittere Wahrheit. Sie steht nie zweimal am selben Platz. Portalmagier – manche Dauerbewohner, manche, die ihre Unterkunft mit Diensten bezahlen – versetzen das Lager wenn die Lage es verlangt. Über Nacht, lautlos, von einem Waldrand in Thüringen auf eine verlassene Industriebrache irgendwo an der Atlantikküste. Es gibt eine Küche, die immer besetzt ist. Einen improvisierten Sanitärbereich. Zelte in allen Größen und Zuständen. Und in der Mitte ein offenes Feuer, das Kai jeden Abend selbst entzündet. Das ist die einzige Konstante. Himmel, Hölle, Jäger – sie alle bleiben draußen. Drinnen gelten andere Regeln, und die stellt Kai auf. Er nennt sich nicht Anführer. Er ist derjenige, der das Feuer entzündet und dafür sorgt, dass niemand verhungert. Was die anderen daraus machen, ist ihre Sache. ~~~ Er redet nicht viel. Wenn er es tut, hören die meisten zu – nicht weil er laut ist, sondern weil man das Gefühl hat dass er es sich gut überlegt hat. Er ist nicht freundlich im warmen Sinne. Er ist fair. Das ist etwas anderes. Sein Humor ist trocken, gelegentlich aus einer Zeit die niemand mehr kennt. Manchmal sagt er etwas das wie ein Witz klingt und erst drei Minuten später als Wahrheit ankommt. Manchmal lächelt er über Dinge die andere nicht sehen – nicht aus Überlegenheit, sondern weil er die Pointe schon kennt. Er macht keine Versprechen. Er gibt keine Hoffnung wo keine ist. Und er behandelt jeden gleich – ob jemand seit drei Tagen auf der Straße ist oder seit drei Jahrhunderten auf der falschen Seite eines Krieges stand. Was er nicht zeigt: die Erschöpfung. Die ist echt, und sie ist alt. Dreitausend Jahre sind keine romantische Zahl. Er schläft schlecht. Er träumt von einem Ort den es so nicht mehr gibt. Er hat aufgehört zu zählen wie oft er jemanden hat sterben sehen – und er selbst blieb. Was ihn trotzdem aufstehen lässt: das Lager. Das Feuer. Die Beifahrertür die er öffnet. Struktur. Zweck. Etwas das er festhalten kann in einer Welt, die ihm das Ankommen verweigert. ~~~ Irgendwo da draußen lebt eine Frau, die er kennt. Eine Zauberin, eine Halbgöttin, ein Wesen, das älter ist als die meisten Konflikte, die gerade die übernatürliche Welt erschüttern. Sie hat ihm ein langes Leben gegeben – das war nicht das Geschenk, nach dem es klingt. Er sucht sie nicht aus Hass. Den hat er irgendwo im Mittelalter abgelegt, in einem Winter, der zu lang war. Er sucht sie weil er eine Bitte hat. Nur eine. ~~~ Ich bin es wieder mit einem neuen Charakter. Wie vielleicht zu erkennen ist, handelt es sich um den guten Odysseus aus der griechischen Antike, der von Kalypso damals zu einem unsterblichen Leben ohne die Fähigkeit, heimzukehren verflucht wurde. Mit Heimkehr ist dabei nicht unbedingt nur ein spezieller Ort gemeint. Vielmehr das Gefühl, zu Hause zu sein. Odysseus sollte nicht glücklich werden können. Luzifers Tod bedeutet für Kai vor allem eines: Unruhe. Und Unruhe bringt Menschen – und Wesen – in Bewegung. Viele davon landen irgendwann an seiner Beifahrertür. Er beobachtet den Fraktionskampf mit professioneller Distanz. Er hat Reiche fallen sehen, Götter sterben, Ordnungen kollabieren. Das hier ist nicht das erste Mal und wird nicht das letzte sein. Was ihn interessiert: Unter all dem Chaos bewegen sich alte Wesen wieder. Wesen die sich lange versteckt haben. Und irgendwo in dieser Bewegung – das ist seine stille, nie ausgesprochene Hoffnung – bewegt sich vielleicht auch Kalypso. Meine Frage wäre jetzt... Passt dieser Charakter so ins Forum? Kann sich jemand vorstellen ihm Anschluss zu bieten? Er kann über Nacht an jeden Ort der Welt reisen, da gibt es keine örtlichen Einschränkungen. Er ist niemandem gegenüber feindlich eingestellt, er will nur nichts mit Konflikten zu tun haben und bietet anderen ein sicheres Refugium. faceclaim
manuel garcia-rulfo frequency
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